Von der Integrationsschule zur inklusiven Schule

Zum pädagogischen Selbstverständnis der Grundschule Ahrensburger Weg zählt es schon seit Jahren, Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf zu unterrichten.

Viele Jahre gab es Integrationsklassen. Unsere Schule nahm Kinder mit Lern- oder Sprachproblemen bzw. Verhaltensauffälligkeiten auf, sowie pro Jahrgang jeweils bis zu vier Kinder mit einem besonderen Förderbedarf aufgrund einer Behinderung.

Diese Kinder erhielten an unserer Schule die notwendige Förderung, da die Klassen fast durchgängig mit Pädagogen verschiedener Professionen doppelt besetzt waren.

Die Kinder lernten in ihrem Tempo nach einem Förderplan. Auch Kinder, bei denen sich erst in der Grundschulzeit ein erhöhter Förderbedarf im Lern- oder Sprachbereich zeigte, konnten teilweise durch diesen Integrationsunterricht im Klassenverband an unserer Schule bleiben.

Seit dem Schuljahr 2012/13 hat die Freie und Hansestadt Hamburg die „UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ im Schulgesetz an Hamburger Schulen gesetzlich verankert. Dadurch haben nun Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf das Recht frei zu entscheiden, ob ihr Kind an einer Regelschule inklusiv beschult werden soll oder eine spezielle Sonderschule besuchen wird.

Wir begrüßen diesen Schritt und bieten allen Kindern einen Platz an unserer Schule.

Die baulichen Voraussetzungen sind gegeben, wie zum Beispiel mit einem Aufzug in jedem Gebäude und je einem Teppichraum pro Jahrgang. Diese bieten eine besondere Akustik für Kinder mit Hörproblemen.

Für Kinder mit einem vermuteten sonderpädagogischen Förderbedarf wird ein Gutachten zur Feststellung des Förderbedarfs erstellt. Eine Personalzuweisung für eine eventuell notwendige Schulbegleitung erfolgt zusätzlich.

Die Kinder werden nach einem individuellen Förderplan im Klassenverbund unterrichtet.

Unter bestimmten Voraussetzungen haben Kinder mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf die Möglichkeit auch therapeutische Behandlungen während des Vormittags und auch am Nachmittag in der Schule zu erhalten.

Zurzeit werden in den Klassenstufen 1 bis 4 sowie in der Vorschule Kinder mit unterschiedlichen Einschränkungen bzw. Behinderungen beschult.

Dem Anspruch auf die sonderpädagogische Förderung werden wir durch den Einsatz multiprofessioneller Teams gerecht, die sich aus Grundschullehrkräften, Sonderpädagogen und Sonderpädagoginnen, Erzieherinnen und Erziehern, ggf. auch Schulbegleitungen sowie einer Heilerziehungspflegerin am Nachmittag, zusammensetzen.